14.10.2026 / Autor: Nils Hartmann
KI-Sicherheit im Unternehmen
Wie Sie LLMs und Chatbots wirksam vor neuen Angriffsvektoren schützen
Generative KI und Chatbots auf öffentlich erreichbaren Webseiten eröffnen neue Möglichkeiten in der Kundenkommunikation und schaffen gleichzeitig Angriffsflächen, die klassische Sicherheitslösungen nicht abdecken. Die dadurch bei öffentlich zugänglichen Large Language Models (LLMs) entstehenden Risiken können mit einem spezialisierten Schutzmechanismus wie der Akamai Firewall for AI abgesichert werden.
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Immer mehr Unternehmen setzen generative KI ein, um Kundenanfragen zu beantworten, Support-Prozesse zu automatisieren oder Inhalte dynamisch auf ihrer Webseite bereitzustellen. Sobald ein LLM oder ein KI-Assistent öffentlich erreichbar ist, verändert sich das Risikoprofil einer Webanwendung jedoch grundlegend. Eine klassische Web Application Firewall oder ein herkömmliches Bot-Management-System wurde nicht für die Eigenheiten generativer Modelle konzipiert. Für IT-Verantwortliche und für alle, die digitale Transformation und Customer Experience im Unternehmen verantworten, stellt sich damit eine neue Frage: Wie lässt sich eine Technologie wirksam absichern, deren Ausgaben sich nicht vollständig vorhersagen und kontrollieren lassen?
Neue Bedrohung durch Web-KI
Öffentlich erreichbare KI-Anwendungen bringen eine Reihe spezifischer Risiken mit sich, die über klassische Web-Sicherheitsprobleme hinausgehen:
Prompt Injection & Jailbreaking: Über gezielt formulierte Eingaben versuchen Angreifende, die Sicherheitssperren eines Modells zu umgehen und es zu Aktionen oder Ausgaben zu bewegen, die eigentlich unterbunden werden sollten.
Data Exfiltration: Durch geschickt konstruierte Abfragen wird versucht, vertrauliche Unternehmensdaten oder Informationen aus den Trainings- oder Kontextdaten eines Modells zu extrahieren.
Toxische oder schädliche Ausgaben: Ein Modell kann Falschinformationen generieren, beleidigende Inhalte produzieren oder Antworten liefern, die rechtlich problematisch sind. Teilweise mit direkten Folgen für die Marke, in deren Namen die KI-Anwendung kommuniziert.
KI-spezifisches Denial of Service: Anfragen mit hohem Volumen oder gezielt verarbeitungsintensive Prompts können ein Modell überlasten. Die Folge sind hohe Kosten oder der Ausfall des Dienstes. Ein solches Angriffsmuster ist spezifisch für KI-basierte Anwendungen und tritt bei klassischen Webanwendungen in dieser Form nicht auf.
Automatisierter Missbrauch: Bots nutzen KI-Endpunkte exzessiv aus, um auf Kosten des Betreibers Rechenressourcen abzugreifen oder Antworten in großem Umfang für eigene Zwecke zu extrahieren.
Diese Angriffsmuster setzen an der Schnittstelle zwischen Nutzereingabe und Modellverhalten an. Ein Bereich, den klassische Perimeter-Sicherheit nicht abdeckt.
Spezialisierter Schutz an der Edge: Akamai Firewall for AI
Die Akamai Firewall for AI wurde gezielt für den Schutz von KI-Anwendungen in Echtzeit entwickelt. Sie prüft sowohl eingehende Prompts als auch ausgehende Antworten direkt an der Akamai Edge, bevor der Traffic die Backend-Systeme oder Nutzende erreicht.
Konkret bedeutet das:
Input-Inspektion: Schädliche Prompts, Jailbreak-Versuche und Injections werden erkannt und blockiert, bevor sie das Modell erreichen.
Output-Filtering: Modellantworten werden auf sensible Datenlecks, Richtlinienverstöße und toxische Inhalte geprüft, bevor sie an Nutzende ausgeliefert werden.
Modellunabhängigkeit: Die Lösung schützt jedes LLM. Egal ob cloudbasiert, hybrid oder On-Premise betrieben und ohne Eingriff in die Modellarchitektur selbst.
Damit lässt sich ein Schutz nachrüsten, ohne bestehende KI-Anwendungen technisch zu verändern.
Nahtlose Integration in das bestehende Sicherheits-Ökosystem
Ein zentraler Aspekt der Akamai Firewall for AI ist, dass sie kein isoliertes Zusatzprodukt ist, sondern als Modul in die bestehende Akamai-Sicherheitsplattform eingebettet ist. Daraus ergeben sich Synergien über mehrere Sicherheitsebenen hinweg:
Vollständige Inspektion des Traffics: Bevor eine Anfrage die KI-Firewall überhaupt erreicht, stoppt der Akamai Bot Manager automatisierte Botnets, während DDoS Protection und der App & API Protector Angriffe sowie klassische Web-Attacken abfangen. Die KI-spezifische Prüfung ist damit eine zusätzliche Schicht statt eines Silos.
Einheitliches Regelwerk und Dashboard: KI-Sicherheit wird über dieselbe zentrale Oberfläche gesteuert wie bestehende Web- und API-Schutzregeln. Für Sicherheitsteams entsteht kein zusätzliches, getrennt zu pflegendes System.
Minimale Latenz: Da die Prüfung an der globalen Edge-Infrastruktur erfolgt, entsteht dabei nur ein geringer Performance-Overhead. Das ist ein relevanter Faktor bei Anwendungen, deren Antwortzeiten unmittelbaren Einfluss auf die Nutzererfahrung haben.
Warum neteleven der richtige Partner ist
Als technischer Dienstleister begleiten wir Unternehmen bei der Integration und dem Betrieb komplexer digitaler Systeme, in denen KI-Komponenten zunehmend fester Bestandteil sind. Das reicht von CMS- und Commerce-Plattformen bis zu Customer-Service-Lösungen. Genau an dieser Schnittstelle wird der Schutz von LLMs relevant: Eine Sicherheitslösung wie die Akamai Firewall for AI muss in bestehende Infrastrukturen, Regelwerke und Betriebsprozesse eingebunden werden, ohne bestehende Systeme zu stören oder zusätzlichen administrativen Aufwand zu erzeugen. Diese technische Integrationsarbeit ist unser Kerngeschäft. Unternehmen, die KI-Anwendungen bereits produktiv einsetzen oder deren Einführung planen, profitieren davon, den Sicherheitsaspekt von Anfang an technisch sauber mitzudenken, statt ihn nachträglich zu adressieren.
Fazit
Generative KI auf öffentlich erreichbaren Webseiten bringt neue Möglichkeiten in der Kundeninteraktion mit sich. Aber auch ein Risikoprofil, das mit klassischen Sicherheitsmaßnahmen allein nicht abgedeckt ist. Prompt Injection, Datenlecks, toxische Ausgaben, KI-spezifisches Denial of Service und automatisierter Missbrauch erfordern eine Schutzschicht, die eigens für das Verhalten generativer Modelle entwickelt wurde. Lösungen wie die Akamai Firewall for AI schließen diese Lücke, indem sie Prompts und Antworten in Echtzeit an der Edge prüfen und sich nahtlos in eine bestehende Sicherheitsarchitektur einfügen inkl. einem einheitlichen Regelwerk und ohne spürbaren Performance-Verlust.
Setzen Sie bereits KI-Anwendungen auf Ihrer Webseite ein oder planen Sie deren Einführung?
Sprechen Sie mit uns, wenn Sie prüfen möchten, wie Ihre bestehende Sicherheitsarchitektur auf diese neuen Risiken vorbereitet ist, oder wenn Sie die Akamai Firewall for AI in Ihre Systeme integrieren möchten. Wir unterstützen Sie gerne bei der technischen Umsetzung.
Reinhard Klein
Lead DevOps & Web Security
Erzählen Sie uns von Ihrer Infrastruktur und wir finden gemeinsam heraus, wo wir ansetzen können.
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